Smart will Absatz durch Kooperation fast verdoppeln
7. April 2010
Die Daimler-Kleinwagenmarke
Smart
will dank der neuen Kooperation mit
Renault
ihre Absatzzahlen mittelfristig fast verdoppeln. Nach Informationen des
Magazins auto motor und sport aus Unternehmenskreisen soll der Smart-Absatz
mittelfristig von zuletzt 117.000 auf mehr als 200.000 Fahrzeuge steigen. Für dieses Wachstum
sollen neue Modelle sorgen: 2013 der viersitzige und –türige Forfour und 2014 der
Nachfolger des
ForTwo .
Der neue
Forfour , der sich eine Architektur mit einem Renault-Modell teilen wird, soll
nach internen Planungen rund 70.000 Einheiten pro Jahr bringen. Für den künftigen
Smart Fortwo sieht Smart ein Potenzial von bis zu 140.000 Einheiten im Jahr. Unabhängig
von der Kooperation mit Renault bringt Smart noch im Oktober dieses Jahres das Facelift
des Fortwo auf den Markt. 2012 folgt der Fortwo Electric Drive in Großserie.
Negative Folgen auf das Lifestyle-Image der Marke Smart aus der Kooperation mit
Renault fürchtet Konzernmutter Daimler nicht. „Nein, das wäre vor zehn Jahren der
Fall gewesen. Aber heute sicherlich nicht – insbesondere nicht in diesem Segment“,
sagte Mercedes-Marketing- und Vertriebschef Joachim Schmidt im Interview mit dem
Magazin. „Der BMW-Marke Mini hat es auch nicht geschadet, dass die Modelle von
Chrysler
und
Peugeot -Motoren angetrieben werden. Außerdem werden wir immer unsere
Markenwerte behalten, wie etwa beim Smart die Tridionzelle und den Heckmotor, die
Voraussetzungen für die extrem kompakten Abmessungen des Smart sind“, so Schmidt weiter.
Ankurbeln will der neue Smart-Chef Marc Langenbrinck den Smart-Absatz auch durch das
Carsharing-Projekt Car2Go. Smart sieht ein Potenzial von 30.000 Verkäufen jährlich
allein durch Carsharing, erfährt auto motor und sport aus Konzernkreisen – je 1000
in 30 Metropolen, davon zehn in Nordamerika, zehn in Europa und zehn in Asien.
Langenbrinck will die Zahlen nicht offiziell bestätigen: „Car2go ist keine
Charity-Veranstaltung, sondern für uns ein Geschäftsmodell für die Mobilität
der Zukunft, das uns weltweit große Wachstumschancen eröffnet. In Ulm haben
wir mit unserem Pilotprojekt – bei 200 Autos – schon 18.000 registrierte
Nutzer – von insgesamt 120.000 Einwohnern. Das hat uns überzeugt. Denn
es ist ein perfektes Konzept für Metropolen, das zum Mega-Trend werden
könnte. Gerade die französische Hauptstadt Paris hat hier große Pläne.
Und Smart, als in Frankreich produziertes Auto, hat hier viel Potenzial.
Auch in den USA, in Austin, Texas, sehen wir positive Tendenzen in diese
Richtung.“ In Berlin habe schon rund ein Viertel der Bevölkerung kein
eigenes Auto hat. Langenbrinck: „Das schreit geradezu nach car2go, nach
Mobilität wann und wo ich bin.“
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