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Umfrage zur Nanoversiegelung zeigt große Skepsis und Aufklärungsbedarf

Nanoversiegelung verspricht ein Wundermittel gegen Schmutz auf Autolack und -scheiben zu sein, aber bei einer Umfrage zeigten sich nur 8,6% der befragten Autofahrer überzeugt

18. Mai 2010
Die Temperaturen steigen und der Frühling steht vor der Tür. Da schlägt auch das Autofahrerherz höher und einer Spritztour ins Grüne steht nichts mehr im Wege. Scheint aber erstmal die Sonne auf den Lack, muss man erkennen, dass der Winter seine Spuren hinterlassen hat: Zeit für einen ausgedehnten Frühjahrsputz. Reichten früher noch waschen, polieren und wachsen aus, hat auch in der Autopflege die Wissenschaft Einzug gehalten. Nanoversiegelung heißt das neue Zaubermittel, das Wasser, Staub und Schmutz einfach abperlen lassen soll.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die die hohen Kosten bemängeln und dass viele angebliche Nanoversiegelungen Mogelpackungen sind. Was halten die Autofahrer selbst von dem Thema: Wundermittel oder nur heiße Luft?

Eine Online-Umfrage mit fast 3.000 Teilnehmern hat jetzt ergeben, dass knapp 40% der Befragten der neuen Technologie skeptisch gegenüber stehen. Ein Grund hierfür ist insbesondere, dass die Versiegelung laut den Nutzern nicht hält, was sie verspricht. Darum schwört auch ein Fünftel weiterhin auf das klassische Wachs, um das Auto zum Strahlen zu bringen und vor Schmutz zu schützen.

Weniger als 9% geben an, dass Sie von der Nanoversiegelung vollkommen überzeugt sind. Rund 19% halten sie zwar für überlegenswert, stören sich aber am hohen Preis. In den Ergebnissen zeichnet sich allerdings auch ab, dass viele Autofahrer noch zu wenig über das Thema wissen (35%). Dies spiegeln ebenfalls die Kommentare zur Umfrage wider. Großer Unmut herrscht darüber, dass viele Hersteller ihre Produkte als Nanoversiegelung anpreisen, sich diese aber bei genauerer Betrachtung als Mogelpackungen herausstellen, da das Wort „Nano“ nicht rechtlich geschützt ist. „Echte“ Nanoversiegelungen enthalten beispielsweise Silicium- oder Titandioxidpartikel mit einer Größe von weniger als 100 Nm. Diese gehen mit glatten Oberflächen eine feste Verbindung ein und verhindern das Ablagern von Wasser, Staub und Kalk.

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