Ein Kennzeichen für mehrere Autos: Wechselkennzeichen bietet Vorteile für Verbraucher und Umwelt
20. Mai 2010
Die Einführung des Wechselkennzeichens in Deutschland würde nach Ansicht
des ADAC erhebliche Vorteile für Autofahrer, Umwelt und Wirtschaft bringen.
Aus diesem Grund hat sich die ADAC-Autoversicherung AG als erstes Assekuranzunternehmen
entschlossen einen entsprechenden Tarif anzubieten.
Dieser lässt es künftig zu, mit einer Police mehrere Fahrzeuge mit einem
Kennzeichen zu nutzen. Die Versicherung orientiert sich an dem teuersten
Fahrzeug. Der Club fordert auch, nur das stärkere Fahrzeug zu besteuern.
„Der ADAC sieht im Wechselkennzeichen Vorteile für Verbraucher und Umwelt“,
so ADAC-Präsident Peter Meyer. „Bei steigenden Energiekosten und
ausgedehnten Umweltzonen schafft das für mehrere Fahrzeuge nutzbare
Kennzeichen einen deutlichen Anreiz, sich etwa einen sparsamen Kleinwagen
für Stadtfahrten zuzulegen. Und davon profitiert auch wieder die Umwelt.“
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hatte sich mehrfach für die Einführung
des Wechselkennzeichens stark gemacht. Seine Ansicht, nur Fahrzeuge
mit alternativen Antrieben mit einem solchen Kennzeichen auszustatten, ist
aber aus Sicht des ADAC zu kurz gegriffen. Auch sparsame und emissionsärmere
Kleinwagen, die als Zweitfahrzeug angeschafft würden, können helfen,
CO2 einzusparen. Für eine rasche Einführung zur Entlastung der Verbraucher
müssen die entsprechenden Gesetze so schnell wie möglich angepasst und
die Prozesse der Verwaltungen und Versicherungen so unbürokratisch wie
möglich gestaltet werden.
In Österreich und der Schweiz hat sich laut ADAC das System Wechselkennzeichen
bereits seit vielen Jahren mit großem Erfolg bewährt. So sind auf österreichischen
Straßen über acht Prozent der Fahrzeuge mit einem solchen
Wechselkennzeichen unterwegs. „Das wollen wir für Deutschland auch erreichen“,
so Meyer. „Deswegen haben wir unsere Autoversicherung gebeten,
einen entsprechenden Tarif auszuarbeiten.“ Die Bedenken, es könnte zu erheblichen
Verlusten bei Versicherungs- und Steuereinnahmen kommen, sieht
der ADAC als unbegründet.
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