Die Werkstatt kann manches Hochwasser-Auto noch retten
15. August 2010
Bei den Hochwasserkatastrophen der vergangenen Tage haben wieder zahlreiche Autos Schaden genommen.
Doch nicht jedes muss gleich als Totalverlust abgeschrieben werden. Darauf wies jetzt ein Sprecher des Deutschen
Kraftfahrzeuggewerbes hin. Er empfahl den Betroffenen, in jedem Fall den Rat eines Kfz-Meisterbetriebs einzuholen.
Ganz wichtig sei überlegtes Handeln, um den Schaden nicht noch größer zu machen. Keinesfalls sollte versucht werden
einen Motor zu starten, der zuvor unter Wasser stand. Ist Wasser in die Zylinder oder die Ölwanne eingedrungen, könnte
er dabei durch den so genannten Wasserschlag beschädigt werden. Selbst wenn das Triebwerk anspringt besteht die
Gefahr, dass Wasser ins Öl gelangt ist. Dann wäre ein Kolbenfresser oder Kurbelwellenschaden zu befürchten. Schon das
Einschalten der Zündung oder anderer Verbraucher kann Kurzschlüsse und andere Probleme in der elektrischen Anlage oder
Elektronik verursachen. Daher sollte die Batterie so bald wie möglich abklemmt werden.
Am besten ist es, das Auto in eine Fachwerkstatt schleppen zu lassen. Der Meister wird dort untersuchen, ob sich
eine "Trockenlegung" lohnt. Die Profis des Kfz-Gewerbes kennen auch die Möglichkeiten moderner Fahrzeugaufbereitung,
die Wasserschäden im Innenraum mit Erfolg beseitigen können.
Auf der Flucht vor oder durch das Wasser fragen sich Autofahrer oft: Welche Wassertiefe kann ein Auto eigentlich
durchqueren? Bis zur Höhe der Radnaben ist es meist unproblematisch. Die Betriebsanleitungen nennen manchmal
die zulässige Wattiefe. Kritisch wird eine Fahrt im Wasser stets, wenn der Motor ganz oder teilweise unter die
Wasseroberfläche gelangt. In jedem Fall sollten überschwemmte Straßen nur im Notfall, mit Bedacht und nicht zu
schnell durchquert werden. Denn in den Motorraum gelangendes Wasser kann Zündaussetzungen und den
Motorstillstand nach sich ziehen. Dann heißt es wie bei überschwemmten Autos: Abschleppdienst oder Werkstatt anrufen.
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