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Auftakt Cabriosaison: Wann die Vollkasko weniger kostet als die Teilkasko
Mit den ersten Sonnenstrahlen sieht man sie wieder auf deutschen Straßen – die Cabriolets. Rund 1,6 Millionen sind hierzulande registriert, das entspricht 4 Prozent aller privaten Fahrzeuge in der Bundesrepublik. Bevor aber die alljährliche Freiluftsaison beginnt, sollten Cabrio-Fahrer ihren Kaskoschutz genau überprüfen. Denn nach aktuellen Daten des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de (www.toptarif.de) kann sich die Vollkaskoversicherung gerade für gebrauchte Cabrios finanziell lohnen.
Besseren Versicherungsschutz für weniger Geld – diese Rechnung geht in bestimmten Fällen
tatsächlich auf. "Gerade bei Cabrios kann es vorkommen, dass das Fahrzeug eine niedrige
Typklasse in der Vollkasko, aber durch das erhöhte Diebstahlrisiko eine relativ hohe
Typklasse in der Teilkasko aufweist", erklärt Versicherungsexperte Thorsten Bohg. Während
der Beitrag in der Teilkaskoversicherung
immer bei 100 Prozent liegt, wird in der Vollkaskoversicherung jedes unfallfreie
Jahr honoriert. Das heißt: Je länger ein Fahrer unfallfrei ist, desto vorteilhafter
wird die Vollkaskoversicherung. "Wohnt der Fahrzeughalter zudem an einem Ort,
an dem eine hohe Regionalklasse in der Teilkasko, aber eine niedrige in der
Vollkasko gilt, so kann die Vollkasko sogar weniger kosten als die Teilkasko", so Bohg.
In welchen Fällen die Vollkasko tatsächlich günstiger ist, zeigen die folgenden Beispiele.
So muss eine Familie* für einen in Berlin zugelassenen Smart Fortwo Cabrio bei der
HUK-Coburg mit rund 82 Euro in der Vollkasko und etwa 49 Euro in der Teilkasko rechnen.
Auch in Hamburg und München kostet der umfangreichere Versicherungsschutz bei der
HUK-Coburg nur 29 bzw. 36 Euro mehr im Jahr.
Ähnlich gering sind die Preisunterschiede in der deutschen Cabrio-Hochburg Starnberg.
Für ein hier registriertes BMW 1er Cabrio belaufen sich die jährlichen Kosten beim
größten deutschen Direktversicherer Cosmos Direkt in der Teilkasko auf rund 105 Euro.
Die Vollkasko schlägt mit etwa 138 Euro zu Buche und ist damit lediglich rund 33
Euro teurer.
Fährt die Familie hingegen ein VW New Beetle Cabrio mit Aachener Kennzeichen, stellt
der Vollkaskoschutz sogar die billigere Variante dar. So werden bei der R+V jährlich
rund 107 Euro in der Teilkasko, aber nur etwa 83 Euro in der Vollkasko fällig. Noch
stärker ist die Differenz bei einer Zulassung des Wagens in Stendal. In diesem Fall
kostet die Vollkasko nur noch rund 78 Euro, während für die Teilkasko teure 161
Euro zu entrichten sind – der umfangreiche Versicherungsschutz ist somit über 80
Euro im Jahr günstiger.
Noch extremer wird der Unterschied bei einem in der Uckermark zugelassenen Audi
A4 Cabrio. Hier kostet die Teilkasko bei der Allianz rund 593 Euro, die Vollkasko
hingegen lediglich rund 292 Euro pro Jahr. Das entspricht einem Einsparpotenzial
von über 300 Euro bei deutlich besserem Versicherungsschutz.
Aber nicht nur im Fall eines hohen Preisvorteils lohnt der Wechsel in die Vollkasko,
bietet sie doch einen weitaus besseren Schutz vor allem gegen Vandalismusschäden.
"Der Wechsel in die Vollkasko ist in der Regel auch mitten im Vertragszeitraum
möglich, da es sich um eine Erweiterung des Versicherungsschutzes handelt", führt
Bohg aus. "Fahrzeughalter sollten die Möglichkeiten eines Tarifvergleichs nutzen
und auch mal bei ihrer Versicherung nachfragen, ob sich der unterjährige Wechsel
in die Vollkasko für sie finanziell lohnt."
Wird das Cabrio als Zweit- oder Drittwagen nur im Sommer genutzt, kann ein
Saisonkennzeichen aus Kostengründen sinnvoll sein. Laut aktueller Umfrage der
Automobil-Community MOTOR-TALK.de** nutzen immerhin 27 Prozent der Cabriofahrer
diese Möglichkeit. "Beiträge fallen in diesem Fall nur im Anmeldezeitraum an,
in der restlichen Zeit gilt der Ruheversicherungsschutz", so Bohg. "Allerdings
sollte das Cabrio für mindestens sechs Monate zugelassen werden. Ist der
Zeitraum kürzer, erhält der Fahrzeughalter keine Rabatte für unfallfreies Fahren."
Bei NET-auto können Verbraucher schnell und unkompliziert günstige Kfz-Versicherungen
vergleichen und auf Wunsch direkt zu einer neuen Versicherung wechseln.
* Fahrerprofil: Der 45jährige Familienvater ist Angestellter und Halter des Cabrios,
seine gleichaltrige Ehefrau fährt ebenfalls mit dem Fahrzeug. Die Familie hat
zwei Kinder, geboren 1994 und 1996, und wohnt in einem Einfamilienhaus mit
abschließbarer Garage. Der Familienvater ist als Fahrzeughalter bereits
20 Jahre unfallfrei und hat daher die SF-Klasse 20. Die Familie wünscht
einen Tarif mit Werkstattbindung und einer Selbstbeteiligung von 500 Euro
in der Vollkasko sowie 150 Euro in der Teilkasko, und legt mit dem Cabrio rund
15.000 Kilometer im Jahr zurück. ** Stand 29. März 2010, Umfrageteilnehmer 1125
Getestet wurden folgende Fahrzeug-Typen: Smart Fortwo Cabrio 0.7, Baujahr 2005;
BMW 1er Cabrio 118i, Baujahr 2008; VW New Beetle Cabrio 1.4, Baujahr 2003; Audi A4
Cabrio 1.8 Turbo, Baujahr 2005.
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